Archiv November, 2007

Schön zu sehen, dass T-Mobile doch zuhören kann: Zum Start des Weihnachtsgeschäfts hat "Magenta" die iPhone-Tarife zu Gunsten der Kunden nachgebessert:

  • Die Drosselung der Daten-Flatrate taucht nicht mehr in dem Tarif auf. Die Daten-Flatrate ist jetzt endlich eine Daten-Flatrate.
  • Der Complete XL-Tarif ist jetzt auch für Intensiv-Telefonierer interessant, da Telefonieren auch über die Inklusivminuten hinaus mit 0,09 Euro pro Minute günstig bleibt.
  • Auch die Zusatzminuten in den günstigeren Tarifen sind nun günstiger.
  • Als zusätzliches Weihnachtsgeschenk haben die "Tarif-Designer" von T-Mobile noch eine Weekend-Telefon-Flat draufgelegt.

Alles in allem hat sich die T-Mobile die harsche Kritik der letzten Wochen zu Herzen genommen. Bei aller Kritik daher auch mal ein echtes Lobfür diese Reaktion! Auch die anderen Mobilfunkbetreiber können sich davon eine Scheibe abschneiden.

Und auch die Pilotkunden, die in den letzten Wochen einen iPhone-Vertrag abgeschlossen hatten können aufatmen: sie kommen automatisch in den Genuss der neuen Tarife.

Quelle: t-mobile.de

free magenta

Die Deutsche Telekom – und ihre Mobilfunk-Tochter T-Mobile – bringen derzeit Designer und Kreative mit dem Anspruch auf die Markenrechte für die Farbe Magenta gegen sich auf. Die Farbe wurde als Marke beim Europäischen Markenamt angemeldet. Demnach soll es keinem anderen Unternehmen erlaubt sein in Drucksachen und Werbekampagnen die Farbe Magenta zu verwenden. Wörtlich genommen würde das beudeuten, dass in Zukunft nur der Deutschen Telekom erlaubt wäre farbig zu drucken: Schließlich wird konventinell mit vier Farben gedruckt: C – Cyan, M – Magenta, Y – Gelb, K – Schwarz.
Grafikdesigner aus den Niederlanden starteten jetzt eine "Consumer Created Campaign" gegen das Verbot Magenta in der Werbung zu verwenden.

Am Ende könnte der Versuch der Deutschen Telekom, die Farbe Magenta als Marke anzumelden dem eigenen Markenimage weit mehr schaden als nützen.

Quelle & Bild: freemagenta.nl, Quelle: connectedmarketing.de

Es sah alles so einfach aus: Apple sucht sich einen exklusiven Mobilfunknetzanbieter handelt mit ihm ein Flatfee-Modell aus und verdient an der Hardware und an den Mobilfunkumsätzen. Zur Markteinführung schafft Apple ganz nebenbei noch einen Hype um das Gerät und freut sich über lange, medienwirksame Schlangen am ersten Verkaufstag.

In Amerika hatte das mit dem Partner AT&T noch geklappt. Doch in Europa – und insbesondere in Deutschland – entwickelt sich der iPhone-Start gerade zur Farce:

  • Das iPhone kann seine Stärken nur mit einer Daten-Flat ausspielen. Nur wenn der Kunde nicht mehr nachdenken muss, was ihn das Abrufen der E-Mails oder der Abruf einer Internetseite oder einer Wegbeschreibung über GoogleMaps kostet, funktioniert das iPhone-Konzept. Die T-Mobile scheint allerdings Angst vor ihren Kunden zu haben, denn denen wird eine Daten-Flatrate verkauft die streng-genommen keine Daten-Flatrate ist: Je nach gewähltem Tarif wird den Kunden ab 200 MB (Complete M), 1 GB (Complete L) oder 5 GB (Complete XL) pro Monat die Bandbreite im jeweiligen Monat auf max. 64 kbit/s (Download) und 16 kbit/s (Upload) beschränkt. Im Klartext: die T-Mobile verlangt zwar keine Zusatzgebühren für eine höhrere Daten-Nutzung, dafür bestraft sie die starke Nutzung des Datenkanals allerdings durch das drastische Herunterdrosseln der Übertragungsgeschwindigkeit.
  • Der Konkurrent Vodafone konnte mit einer einstweiligen Verfügung gegen den Exklusivvertrieb der SIM-Lock-iPhones die T-Mobile zudem in den letzten Tagen provozieren, das iPhone auch ohne SIM-Lock für 999 Euro zu verkaufen. Für das iPhone eine Weltpremiere – und für die Kunden eine weitere Verunsicherung. Die weltweite Entwickler-Community muss Vodafone für diesen Verdienst allerdings danken: Für die Entwickler wird es damit leichter weltweit an Test-Geräte zu kommen. Auch in Frankreich wird es eine SIM-Lock-freie iPhone-Variante geben – immerhin ist das vor dem Verkaufsstart am 29. November klar.

Vielleicht sieht die T-Mobile doch noch ein, dass sie ihre Bandbreiten-Beschränkungs-Fußnote aus den Verträgen streicht – dann wird aus der Farce doch noch ein Wintermärchen. Bald ist Weihnachten ;-)

Quellen: fscklog.com, macwelt.de, heise.de