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Apple Worldwide Developer Conference 2010 WWDC10 - app univers
Alle Jahre wieder: Die ausverkaufte Worldwide Developer Conference 2010 – kurz WWDC10 – steht vor der Türe. Um 19:00 Uhr MEZ bzw. 10:00 PST betritt Steve Jobs wieder die Bühne und zieht das Entwicklerpublikum, Fans und Interessierte weltweit an ihren Computerbildschirmen, iPads, iPhones und anderen mobilen Endgeräten in seinen Bann. Es ist und bleibt faszinierend, wie Steve es schafft, dass weltweit zur gleichen Zeit Millionen an seinen Lippen hängen. Da wundert es kaum noch, dass Spiegel Online schon vom “Gottesdienst in Kalifornien” spricht. In meinen Augen ein unpassendes Bild, doch es zeigt wie schwer das Phänomen zu fassen ist. Wie groß wäre die “Einschaltquote” bzw. Reichweite bei einer Präsentation von Olli-Pekka Kallasvuo (also dem CEO von Nokia), Jim Balsillie (co CEO von Research In Motion) oder selbst bei Eric Schmidt (CEO Google).
Was Steve auf der Keynote präsentieren wird weiss vorher keiner so genau: Ein iPhone 4G oder HD? Ein Sneak-Preview der nächsten OS X Version? Neue Mac-Hardware? … die ersten Fotos aus dem Moscone West Center legen nahe, dass im Zentrum die Apps stehen … vielleicht ja auch ein Mac AppStore ;-)
Vor einigen Wochen frage ein Entwickler Steve provokant, ob er auf der WWDC denn den Innovationsvorsprung zur Konkurrenz von Google/Android und Co etwas entgegensetzen könnte. Steve antwortete kurz mit einem “You won’t be disappointed!”.

Es wird also wieder spannend … und für all die von uns, die heute nicht in San Francisco im Moscone West Center Steve Jobs Show hautnah und live verfolgen können habe ich hier die wichtigsten Live-Berichterstattungen im Netz zusammengestellt:

Sobald die Videoaufzeichung des Events als Quicktime-Stream verfügbar ist gibt’s natürlich ein Update ;-)

Gestern stellte Steve Jobs die nächste iPhone-OS-Generation der Entwicklergemeinde und der interessierten Öffentlichkeit vor. iPhone-Developer haben ab sofort die Möglichkeit mit Apple iPhone OS 4 zu experimentieren und ihre Apps auf das neue System anzupassen. Im Sommer steht die neue Betriebssystemversion dann für iPhone- und iPod-touch-User zur Verfügung. Ab Herbst läuft auch das iPad mit iPhone OS 4.
Warum Apple die neue OS-Generation schon jetzt vorstellt wird schnell klar: Die Developer müssen ihre Apps um die neuen Features wie Multitasking erweitern … nur dann wird iPhone OS 4 ein Erfolg.
Hier ein Überblick über die 7 herausragenden Features die Steve Jobs und Scott Forstall (Senior Vice President iPhone Software) auf dem Event (Quicktime-Video-on-Demand des Events) vorstellten:

  1. Multitasking – ausgesuchte Funktionalitäten, wie Audio oder VoIP können im Hintergrund ablaufen und der schnelle Wechsel zwischen Apps wird ermöglicht. Um all dies Batterie- und CPU-schohnend realisieren zu können, müssen diese Features von den App-Entwicklern explizit über die neuen APIs implementiert werden. Apple stellt über das iPhone OS 4 SDK sieben Multitasking Services zur Verfügung:
    – Background audio … Beispiel-App: Pandora
    – Voice over IP … Beispiel-App:: skype
    – Background location … Beispiel-App:: tomtom, Loopt
    – Push notification
    – Local notifications
    – Task completion … Beispiel-App:: Flickr
    – Fast app switching … Beispiel-App:: TapTap
  2. Folders – Apps können in Ordnern organisiert werden. Statt maximal 180 Apps passen damit maximal 2.160 Apps auf das iPhone ;-)
  3. Mail – Verbessertes Mail-Programm mit Unified inbox, mehreren Exchange-Accounts, Fast inbox switching, Threaded messages, Open attachment with apps.
  4. iBooks – der iBook-Reader und der iBookstore des iPad wurde für das iPhone angepasst.
  5. Enterprise – die neue Betriebssystemgeneration geht verstärkt auf die Bedürfnisse von Großunternehmen bei der Handhabung und Administration von Unternehmens-iPhones ein:
    – Even better data protection
    – Mobile Device Management
    – Wireless app distribution
    – Multiple Exchange Accounts
    – Exchange Server 2010
    – SSL VPN support
  6. Game Center – Spiele-Entwickler können jetzt über das ins iPhone SDK integrierte Social Gaming Network ihre Gaming-Apps einfach aufwerten:
    – Invite Friends
    – Automatic Matchmaking
    – Leaderborads
    – Achievements
  7. iAd – Mobile Advertisement – Apple integriert einen Advertisement-Service tief im iPhone OS. Der Revenue-Share liegt bei branchenüblichen 60% für den Developer und 40% der Werbeeinnahmen für Apple.

Apple hat es mal wieder geschafft, viele Innovationen in die nächste iPhone-OS-Generation zu stecken … eine sehr gute Nachricht für iPhone-Developer. Für andere Player im Mobilfunktmarkt, wie das von Google gekaufte AdMob, brechen allerdings harte Zeiten an. Aber, wie heißt es so schön bei Bob Dylan: “The times they are a changing …”

Apple CEO präsentiert den iPad auf dem Special Event am 27. Januar 2010 (Bild: Apple)

Endlich hat Apple das Video-on-Demand des Apple Special Events “Come and see our latest creation” veröffentlicht. Apple CEO Steve Jobs zeigt den iPad das erste Mal der Öffentlichkeit im Yerba Buena Center for the Arts Theater in San Francisco am 27. Januar 2010. Die Videoaufzeichnung kann man als QuickTime-Videostream oder als MPEG-4 Video ansehen … und es lohnt sich wirklich :-)

Heute Abend ist es soweit: Apple hat zur Pressekonferenz in das Yerba Buena Center for the Arts Theater in San Francisco geladen. Um 19:00 Uhr MEZ bzw. 10:00 PST geht es los.

Wie schon bei den legendären Steve Jobs Keynotes in den vergangenen Jahren ist es Tradition, dass einige der Journalisten live von der Konferenz bloggen … und die Apple-Fans in aller Welt an der Veranstaltung teilhaben lassen … hier die wichtigsten Live-Berichterstattungen:

Sobald die Videoaufzeichung des Events als Quicktime-Stream verfügbar ist gibt’s natürlich ein Update ;-)

Apple lädt zu einem Presse-Event am 27. Januar in San Francisco mit dem Spruch “Come see our latest creation” und die Computer und E-Book-Branche zittert: Microsoft und Amazon werden nervös, denn der Kampf um das neue Marktsegment des Active Content fängt gerade erst an.

Apple hat bisher nicht bekanntgegeben sich im E-Book oder Tablet-Markt mit einem eigenen Produkt zu engagieren – doch die Gerüchteküche brodelt und spuckt Namen wie “iSlate” oder “iPad” aus. So versuchte Steve Ballmer von Microsoft den Gerüchten bei seiner Eröffnungsrede der CES in Las Vegas Apple schon im Vorfeld die Show zu stehlen: Die Tablet-PCs auf der Bühne nannte er eben mal Slate-PCs … doch es geht nicht um einen schnöden Namen.

Kindle Development Kit (Foto: Amazon)

Nun hat Amazon bekannt gegeben, seine E-Book Plattform Kindle auch für Entwickler zu öffnen: In einigen Monaten will das Unternehmen das sogenannte Kindle Development Kit (KDK) veröffentlichen und auch den Vertrieb der aktiven Inhalte übernehmen.
Das Revenue-Sharing-Modell kommt einem als iPhone-Developer durchaus bekannt vor:
70% für den Entwickler und Rechteinhaber, 30% für Amazon. Allerdings werden vorher noch $0,15 pro MB des Active Contents abgezogen … schließlich wird der Kindle nicht mit einem kostenpflichtigen Mobilfunkvertrag verkauft. Amazon muss vielmehr die mobilen Distributionskosten für jeden übermittelten Inhalt an den jeweiligen Mobilfunkprovider bezahlen.

Amazon hat sicher gegenüber Microsoft die bessere Ausgangssituation im Kampf um die Marktanteile im neuen Marktsegment des Active Content, denn Amazon versteht die Content-Distribution und hat die Kontakte zu den Verlagen … doch Apple hat das Zeug den E-Book-Markt mit einem Innovationssprung aus dem Dornröschenschlaf zu reißen und aus schnöden E-Books einen neuen Markt zu erschließen: Active Content.
Denn Apple könnte einige entscheidende Pfunde in die Waagschale werfen:

  • Eine große und innovative Entwicker-Community … die sich Amazon mit dem KDK erstmal aufbauen muss
  • Ein ausgereiftes iPhone SDK … dass die ganze Bandbreite an Unterstützungen von Netzwerk-, Grafik- und Daten- und Sensoren bietet
  • Farbe statt Graustufenscreen und dazu ein gehöriges Maß an Rechen- und Grafik-Power
  • Touchscreen mit Gestensteuerung
  • Aufregendes Design
  • … und sicher auch Innovationen die wir nicht erwartet haben ;-)

Der Schritt von Amazon, den Kindle als Plattform zu öffnen ist sicher richtig … doch ob die Plattform mit dem Angebot von Apple mithalten kann? Nach dem 27.01.2010 wissen wir mehr.