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Tim Pritlove hat sich mit Martin Pittenauer und Dominik Wagner über das iPhone und die native Applikationsentwicklung für das Mobiltelefon unterhalten. Mac-Usern könnten Martin und Dominik von den Coding Monkeys durch ihr erstes Mac OS X Meisterstück bekannt sein: SubEthaEdit, einem kollaborativen Texteditor für den Mac. In 2008 haben die Monkey auch einige iPhone-Applikationen entwickelt – wie Circulator oder Big Clock. Tim, Martin und Dominik realisierten gemeinsam Blinkenlights Stereoscope einer Simulation der Blinkenlights Installation Toronto 2008. Vor dem Hintergrund haben die beiden vieles über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Programmierung für Mac OS X und für das iPhone OS zu erzählen. Insgesamt eine sehr gelungene Mischung für Interessierte und Experten.

Hier der Link zum Podcast!

CompareMe iPhone App
Aufregende Tage: Morgen Abend um 18 Uhr MEZ beginnt die viel beachtete Keynote von Phil Schiller, Senior Vice President of Worldwide Product Marketing bei Apple … und heute ist mit CompareMe die erste codedifferent iPhone-Applikation im iTunes AppStore verfügbar! Das Tool für Preisvergleiche Umrechnungen und Preisverhandlungen nutzt den Touchscreen zur Gestensteuerung. Doch lange Rede kurzer Sinn … ein Klick auf das Video auf der CompareMe-Applikationsseite gibt einen Eindruck vom Look&Feel der Applikation.

… dann bin ich mal gespannt, was uns Phil morgen über Snow Leopard und neue Hard- und Software erzählt – egal ob die Batterie im angeblich kommenden Unibody-17″ MacBook Pro fest eingebaut ist oder nicht ;-)

Es wird ja viel getuschelt in den letzten Tagen: Mal stellt ein chinesischer iPod-Hüllenhersteller eine kleine iPhone-Hülle auf die Webseite, ein Analyst wünscht sich ein iPhone für den Massenmarkt … und schon wird ein iPhone nano erwartet. Dann kündigt sich mit Steve Wozniak der zweite Apple-Mitbegründer auf dem Stand von Axiotron an um deren neustes Modbook-Modell vorzustellen … ein zum Tablet-Mac umgebautes MacBook. Das läßt natürlich wieder den Wunsch und damit die Gerüchte um ein iPod tablet bzw. MacBook tablet aufkochen. Die Positionierung eines solchen Multitouch-Gadgets wäre jedoch kniffelig:

  • Bleibt Apple bei der iPhone-Variante des Mac OS X hätten sie weiterhin eine auf Multitouch- und Gestensteuerungen eingeschworene iPhone Entwicklergemeinde … und ganz nebenbei mit dem AppStore noch einen exklusiven Vermarktungskanal. Der Nutzungsschwerpunkt wäre wohl Spielen und Entertainment. Allerdings geht der “Hosentaschenfaktor” des iPhones und des iPod touch verloren.
  • Setzt Apple direkt auf Mac OS X könnte das Unternehmen die Modbook-Erfahrungen von Axiotron nutzen und müsste darauf bauen, dass die bisherigen Mac OS X Entwickler die Potenziale von Multitouch- und Gestensteuerung in (bestehende) Applikationen einbauen. Das Gerät wäre dann eher ein “MacBook Air tablet” als ein iPod tablet und würde stärker auf die Bedürfnisse der Business-Zielgruppe zugeschnitten sein. Ganz nebenbei wäre das eine Erklärung wieso bisher so wenig spektakuläres über die neue Mac OS X Version Snow Leopard durchgesickert ist.

Was auch immer wir am 6. Januar von Phil Schiller auf der Keynote im Moscone-Center der MacWorldExpo in San Francisco vorgestellt bekommen … und sich hinter den abgehängten Ausstellungsbanner verbigt … es wird spannend und ich freu’ mich drauf ;-)

Im September 2008 endete die Testphase der neuen mobilen Applikation der Deutschen Post Handyporto: Im Grunde clever und simpel:

Wer keine Briefmarke zur Hand hat kann eine Premium-SMS verschicken und bekommt per SMS einen 11-stelligen Code zurück. Den Code schreibt man anstatt der Briefmarke auf den Brief oder die Karte … den Rest erledigt das Briefverteilzentrum.

Allerdings hat die Sache einen Haken: für einen Brief muss man statt 55 Cent 95 Cent bezahlen – ein Aufschlag von midestens satten 73%. Bei einer Postkarte sind es mit 85 statt 45 Cent sogar mindestens 89% Aufschlag. Dazu kommen gegebenenfalls noch die Kosten für eine SMS beim jeweiligen Mobilfunknetzbetreiber. Brancheninsidern ist klar wieso das Handyporto so teuer sein kann: Auch die Deutsche Post bekommt erstmal keine besseren Angebote als andere Mobile-Service-Anbieter und muss von den 95 bzw. 85 Cent wieder einen Großteil abführen: Grundsätzlich muss sich die Deutsche Post sich die Einnahmen mit dem Premium-SMS-Serviceprovider teilen – im Fall von Handyporto kommt die Nummer 22122 von WHATEVER MOBILE GmbH in Hamburg. Dazu kommen noch die Kosten für die Rück-SMS mit dem Briefmarken-Code. Auch das schlägt mit ein paar Cent zu Buche. Dazu kommt noch ein erheblicher Aufwand der Post selbst – schließlich müssen sie ja die Infrastruktur bereitstellen, die die Handyporto-Codes einließt und validiert.
Aus Business-Sicht kann man den höheren Preis also nachvollziehen, doch ob der Nutzen groß genug ist um den Service zum Erfolg zu verhelfen bleibt abzuwarten.

Ach, und noch eine Bemerkung an die Marketing-Spezialisten: Bitte keine Handyporto-Werbe-FlashMobs mehr … das widerspricht so ziemlich allem, was ein FlashMob ist.

Jason Chen, android-Developer-Advocate bei Google, hat gerade die frohe Botschaft verkündet: Einen Tag vor dem Verkaufsstart der ersten T-Mobile-G1 android-Smartphones in Amerika hat die Open Handset Alliance den Sourcecode des android-Betriebssystems als Open Source veröffentlicht. Ein logischer und notwendiger Schritt … doch der Schritt könnte die Mobilfunkwelt genauso stark verändern wie die Veröffentlichung von LINUX.