
Bei Mozilla.org steht die dritte Betaversion des Open Source Browsers Firefox zum Download und Test bereit. Augenfällig ist beid er Mac OS X Version das neue und stabilere Proto-Theme mit dem das Userinterface weiter in Richtung Mac OS X 10.5 entwickelt wurde. Im Gegensatz zu der Unsitte bei Web 2.0 Applikationen die produktive Version mit Beta zu betiteln und zu hoffen, dass damit der User einem alles verzeiht, sind die Beta Versionen von Firefox nicht für den produktiven Einsatz gedacht. Für den Produktiveinsatz eignet sich die Beta-Version auch deshalb nicht, weil die meisten Plugins noch nicht auf Firefox 3 portiert sind.
Es geht also wirklich um’s Testen … jeder ist herzlich eingeladen in Firefox Beta 3 Bugs zu jagen
und bei Bugzilla zu reporten.
Hier nur eine kurze Meldung an alle WordPress-Blogger: Das Sicherheitsupdate auf die Version 2.3.3 ist dringend zu empfehlen. Hier bei codedifferent hat es ohne Probleme geklappt.
Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich noch das Anti-Spam-Plugin ausgetauscht: In Zukunft muss sich jeder Kommentator bei codedifferent als menschliches, und mustererkennendes Wesen beweisen. Mit dem reCAPCHA-Plugin tut man sogar noch etwas Gutes. Denn die CAPCHA-Codes sind nicht einfach künstlich erzeugte Grafiken, sondern vielmehr Wörter, die beim Digitalisieren von Büchern durch OCR-Software nicht erkannt werden. reCAPCHA wurde von der Carnegie Mellow University ins Leben gerufen und unterstützt mit reCAPCHA derzeit das Projekt Internet Archive.
Die Leute von Skyhook Wireless haben eine clevere Lösung mit ihrem Wi-Fi Ortungssystem entwickelt: Sie nutzten die inzwischen weit verbreiteten offenen und geschlossenen WLAN-Infrastrukturen als Referenzpunkte für ihr Ortungssystem. So kann grundsätzlich jedes WLAN-fähige Gerät ihre Technologie nutzen – falls Skyhook Wireless die Hotspots in der jeweiligen Umgebung gescannt und lokalisiert hat.
Bisher habe ich noch keinen Konkurrenten mit einer ähnlichen Technologie entdeckt. Sicher, es gibt Unternehmen wie innerwireless mit deren PanGo Location Management Software, oder Cisco mit deren Wireless Location Appliance, oder die finnische Firma ekahau die ebenfalls im Bereich der WLAN-Ortung arbeitet. Doch sie alle fokussieren sich auf geschlossene Lösungen for Geschäftsanwendungen bei denen auf eine spezifisch aufgebaute Infrastruktur aufgebaut wird.
Skyhook Wireless scheint mit seiner WPS-Lösungen einen innovativen und bisher einzigartigen Weg gegangen zu sein. Besonders interessant ist die Technik zur Realisierung von Navigation und von Location Based Services im städtischen Raum. Dass sie auch noch ihre API für Web-Developer geöffnet haben war eine brilliante Idee – also nutzen wir sie.
GPS-Hosentaschengeräte brauchen wir dann im städtischen Raum nicht mehr … sie funktionieren sowieso nicht besonders gut in Häuserschluchten, denn schließlich braucht das Gerät immer direkten Sichtkontakt zu mindestens 3 Satelliten.

Die Kooperation mit Apple beim iPhone und iPod touch trägt auch für den Mac erste Früchte: Heute hat Skyhook Wireless ihre Loki 2.0 Firefox Toolbar für Mac OS X und Windows XP veröffentlicht. Damit ist es möglich die eigene Location mit Loki zu bestimmen – solange genügend WiFi-Hostpots in der Nähe sind die Skyhook Wireless auch kennt. Eine vielversprechende Technologie – und für Web Developer gibt es auch ein JavaScript-SDK für Web-Entwickler!
Steve Jobs stellt in seiner Keynote ein neues Feature des iPhones – aber auch des iPod touch vor das insbesondere den iPod touch in eine ganz neue Kategorie hebt: Durch die Kooperation mit Skyhook Wireless kann man – insbesondere in Städten mit guter WiFi-Verbreitung – der iPod touch den eigenen Standort ermitteln. Dazu fährt Skyhook durch die Städte und vermisst die vorhandenen WiFi-Hotspots. Anhand der Empfangsstärke deren Beacons errechnet dann Skyhook den aktuellen Standort des Nutzers. Beim iPhone kommt zur Ortsbestimmung noch das altbekannte Verfahren der Funkzellen hinzu. Interessant ist jedoch, dass Apple hier scheinbar nicht mit den einzelnen Mobilfunkbetriebern zusammenarbeitet, sondern die Funkzellenortung in Kooperation mit Google realisiert hat. Wenn ich daran denke wie schwierig die Realisierung von Location Based Services (LBS) bisher in Deutschland gewesen ist … keine schlechte Idee.
Wir können auf alle Fälle gespannt sein, ob mit dem iPhone SDK eine neue Zeit der LBServices eingeleitet wird. Vielleicht stellt Apple in Zusammenarbeit mit Skyhook Wirless sogar den Web-Developern deren Loki SDK zur Verfügung – das würde die LBS-Szene ordentlich umkrempeln