Steve Jobs stellt in seiner Keynote ein neues Feature des iPhones – aber auch des iPod touch vor das insbesondere den iPod touch in eine ganz neue Kategorie hebt: Durch die Kooperation mit Skyhook Wireless kann man – insbesondere in Städten mit guter WiFi-Verbreitung – der iPod touch den eigenen Standort ermitteln. Dazu fährt Skyhook durch die Städte und vermisst die vorhandenen WiFi-Hotspots. Anhand der Empfangsstärke deren Beacons errechnet dann Skyhook den aktuellen Standort des Nutzers. Beim iPhone kommt zur Ortsbestimmung noch das altbekannte Verfahren der Funkzellen hinzu. Interessant ist jedoch, dass Apple hier scheinbar nicht mit den einzelnen Mobilfunkbetriebern zusammenarbeitet, sondern die Funkzellenortung in Kooperation mit Google realisiert hat. Wenn ich daran denke wie schwierig die Realisierung von Location Based Services (LBS) bisher in Deutschland gewesen ist … keine schlechte Idee.
Wir können auf alle Fälle gespannt sein, ob mit dem iPhone SDK eine neue Zeit der LBServices eingeleitet wird. Vielleicht stellt Apple in Zusammenarbeit mit Skyhook Wirless sogar den Web-Developern deren Loki SDK zur Verfügung – das würde die LBS-Szene ordentlich umkrempeln
Schön zu sehen, dass T-Mobile doch zuhören kann: Zum Start des Weihnachtsgeschäfts hat "Magenta" die iPhone-Tarife zu Gunsten der Kunden nachgebessert:
Alles in allem hat sich die T-Mobile die harsche Kritik der letzten Wochen zu Herzen genommen. Bei aller Kritik daher auch mal ein echtes Lobfür diese Reaktion! Auch die anderen Mobilfunkbetreiber können sich davon eine Scheibe abschneiden.
Und auch die Pilotkunden, die in den letzten Wochen einen iPhone-Vertrag abgeschlossen hatten können aufatmen: sie kommen automatisch in den Genuss der neuen Tarife.
Quelle: t-mobile.de
T-Mobile soll als großer Gewinner aus dem iPhone-Poker mit Apple in Europa hervorgegangen sein – so berichtet zumindest die Financial Times Deutschland. Neben Deutschland soll das Apple iPhone auch in Österreich, den Niederlanden, Ungarn und Kroatien über die dortigen Deutsche-Telekom-Töchter vertrieben werden. Am kommenden Mittwoch hat die Deutsche Telekom zu einer Pressekonferenz in Berlin geladen auf der dieser Verhandlungserfolg bekannt gegeben werden könnte. Die Kröte, die eine T-Mobile für diesen Zuschlag schlucken musste ist beachtlich: Der FTD zufolge muss der Netzbetreiber 10% der Gesprächs- und Datenumsätze an Apple abführen – Ein absolutes Novum im heiß umkämpften Mobilfunkmarkt in dem Umsatzbeteiligungen bisher nur für Vertriebspartner üblich waren. Für Apple ist es sicher eine stetige neue Einnahmequelle
Quelle: ftd.de
Ab sofort steht auf den Adobe Labs Seiten eine neue Betaversion des Flash Players zum Download bereit: Flash Player 9 Update 3 Beta 2. Die wichtigste Neuerung ist die Unterstützung des Video-Formats H.264 und des Audio-Formats AAC. Beide Formate gehören derzeit zu dem Effizientesten und Hochwertingsten auf dem Markt und gehört auch zu den MPEG-4 Standards. Jon Dahl hat auf Rail Spikes einige Hintergrundinformationen zu den Codecs und deren Vorteilen zusammengetragen. Im Blog des Adobe-Entwicklers Tinic Urofinden sich weitere Details zu der Codec-Implementierung.
Besonders interessant ist die Ankündigung von Adobe vor dem Hintergrund, dass es bis auf Weiteres keine Ankündigung für einen Flashplayer auf dem iPhone gibt. Youtube hat schon angefangen ihre Videos, die bisher nur Flash-Video Format encodiert wurden, auch mit H.264 zu encodieren um die attraktive Zielgruppe der iPhone- und Apple-TV-User auch bedienen zu können. Möglicherweise ist daher der erfreuliche Schritt von Adobe auch ein Anzeichen dafür, dass der Flash Player für das iPhone doch noch Realität werden könnte. Besonders für innovative GUI- und Bedienungskonzepte wäre dieser Schritt sehr positiv.
Wir können also gespannt sein was uns die Zukunft bringt
Viele Entwickler experimentieren derzeit mit spezifischen iPhone-Interfaces für ihre Webapplikationen (wie 37 signals TaDa List) oder sogar mit neuen mobilen Applikationen für das iPhone (wie der Dashboard-ähnliche Widget-Starter gridget von CulturedCode).
Apple hat seine Hintergrundinfos für iPhone-Entwickler ergänzt: Neben den vor einigen Tagen vorgestellten Web Developer Guidelines für das iPhone findet sich jetzt im Bereich der Apple Developer Connection auch Beispielcode für iPhone Applikationen. "Puzzle" ist eine Spaß-Applikation, die beispielhaft zeigt, wie man eine iPhone-optimierte Web-Applikation mit JavaScript und verschiedenen Mouse-Handlern für die Nutzerinteraktion erstellt.
Joe Hewitt hat inzwischen "iUI" entwickelt, ein iPhone Web-Applikations-Entwicklungspaket. Keine Angst – klingt komplizierter als es ist
. Das Paket aus Javascript und CSS hilft Entwicklern iPhone Applikationen mit dem Look-and-Feel des iPhone-Interfaces zu erstellen.
Ich kann es kaum erwarten, endlich ein iPhone in Europa in die Hände zu kriegen!