Es wird ja viel getuschelt in den letzten Tagen: Mal stellt ein chinesischer iPod-Hüllenhersteller eine kleine iPhone-Hülle auf die Webseite, ein Analyst wünscht sich ein iPhone für den Massenmarkt … und schon wird ein iPhone nano erwartet. Dann kündigt sich mit Steve Wozniak der zweite Apple-Mitbegründer auf dem Stand von Axiotron an um deren neustes Modbook-Modell vorzustellen … ein zum Tablet-Mac umgebautes MacBook. Das läßt natürlich wieder den Wunsch und damit die Gerüchte um ein iPod tablet bzw. MacBook tablet aufkochen. Die Positionierung eines solchen Multitouch-Gadgets wäre jedoch kniffelig:

  • Bleibt Apple bei der iPhone-Variante des Mac OS X hätten sie weiterhin eine auf Multitouch- und Gestensteuerungen eingeschworene iPhone Entwicklergemeinde … und ganz nebenbei mit dem AppStore noch einen exklusiven Vermarktungskanal. Der Nutzungsschwerpunkt wäre wohl Spielen und Entertainment. Allerdings geht der “Hosentaschenfaktor” des iPhones und des iPod touch verloren.
  • Setzt Apple direkt auf Mac OS X könnte das Unternehmen die Modbook-Erfahrungen von Axiotron nutzen und müsste darauf bauen, dass die bisherigen Mac OS X Entwickler die Potenziale von Multitouch- und Gestensteuerung in (bestehende) Applikationen einbauen. Das Gerät wäre dann eher ein “MacBook Air tablet” als ein iPod tablet und würde stärker auf die Bedürfnisse der Business-Zielgruppe zugeschnitten sein. Ganz nebenbei wäre das eine Erklärung wieso bisher so wenig spektakuläres über die neue Mac OS X Version Snow Leopard durchgesickert ist.

Was auch immer wir am 6. Januar von Phil Schiller auf der Keynote im Moscone-Center der MacWorldExpo in San Francisco vorgestellt bekommen … und sich hinter den abgehängten Ausstellungsbanner verbigt … es wird spannend und ich freu’ mich drauf ;-)

Manchmal ist man gezwungen mit Mac OS X Leopard auf einen Windows XP Printserver zuzugreifen. Natürlich sollte auch das, wie üblich am Mac, per Plug-and-Play laufen … tut es aber leider nicht. Daher hier ein kleines Tutorial, damit sich nicht noch mehr Leute den Kopf zerbrechen müssen:

Kontext:
In der einen Ecke: Ein Mac mit Mac OS X Leopard (10.5.3)
In der anderen Ecke: Ein Kyocera 2000D Laserdrucker der an einen Windows XP Printserver angeschlossen ist. Dieser Printserver ist mit Benutzernamen und Passwort geschützt.

Problem:
Den Drucker kann man über die übliche Apple-Standard-Methode zur Druckerliste als "Windows Drucker" hinzufügen – drucken kann man auf diesem Drucker jedoch nicht: Es ist nicht möglich sich beim Printserver zu authentifizieren.

Lösung:
Den Drucker muss man mit der versteckten Funktion "Erweitert" in den "Drucken & Faxen" Systemeinstellungen in die Druckerlsite aufnehmen:

  • Öffne "Drucken & Faxen" in den "Systemeinstellungen"
  • Klicke auf das "+" um einen neuen Drucker hinzuzufügen
  • Control-Kick (oder Rechts-Klick) auf der Symbolleiste und "Symbolleiste anpassen …"
  • Das "Erweitert" Symbol in die Symbolleiste ziehen und mit einem Klick auf "Fertig" abschließen
  • Klick auch das "Erweitert"-Icon … etwas warten … nach einem Augenblick kann man "Windows" aus dem "Typ"-dropdown-Menü auswählen.
  • Jetzt die SAMBA URL des Netzwerkdruckers in das "URL"-Textfeld eintragen:
    smb://BENUTZER:PASSWORT@WINDOWSDOMAINNAME/PRINTSERVER/NETZWERKDRUCKERNAME oder
    smb://BENUTZER:PASSWORT@IPADDRESS/NETZWERKDRUCKERNAME
    Falls der Netzwerkdrucker kein Passwort benötigt, kann man einfach folgende URL verwenden: smb://USERNAME@…
  • Felder "Name" und "Standort" ausfüllen
  • Beim ersten Druckversuch wird man nach dem BENUTZERNAMEN und dem PASSWORT gefragt. Hier gibt man nochmals den Windows Printserver Benutzernamen und das dazugehörige Passwort ein und aktiviert die Checkbox “Zum Schlüsselbund hinzufügen"

… Fast Plug-and-Play ;-)

Das dicke Systemupdate auf Mac OS X 10.5.3 mit 200 bis über 400 MB behebt viele Bugs und ergänzt Leopard auch mit einigen zusätzlichen Features. Beispielsweise wurde der Kreis der Digitalkameras deren RAW-Formate verarbeitet werden können, erweitert. Oder die Möglichkeit das Adressbuch mit Google Contacts zu synchronisieren.
Erfreulicherweise hat sich die WLAN-Stabilität bei mir deutlich verbessert, und auch der sporadische Ausfall des Farbmanagements auf einem der Monitore ist seit dem Update nicht mehr aufgetreten.
Ein ärgerliches – aber lösbares – Problem trat bei mir allerdings nach dem Update mit der Zeiterfassungs-Software TimeLog 4 auf: Die Zeiterfassungseinträge werden bei TimeLog in iCal gespeichert – und diese Einträge sind nach dem Update auf 10.5.3 alle doppelt vorhanden. Die Sache läßt sich daher bereinigen – doch vor der nächsten Stundenabrechnung sollte man die einzelnen Zeiten genau überprüfen ;-)

Apple startet eine Tutorial-Reihe zur Rails 2.0 Entwicklung auf Mac OS X Leopard. Eine schöne Einführung in die elegante Web-Entwicklungs-Plattform für Entwickler auf dem Mac. Schön zu sehen, dass nun auch Apple das Open Source Framework offen promotet.

Slingshot Logo

Es wird heiß in der der Rails-Entwickler-Community. Joyent, der Entwickler von Web-Based Collaboration-Applikationen und On-Demand-Hosting aus Kalifornien, entwickelt derzeit Slingshot: Damit lassen sich Rails-Anwendungen als Stand-Alone-Applikationen Mac OS X oder Windows nutzen. Die Rails-Applikationen lassen sich so ohne Browser und ohne Internet-Verbindung nutzen und können mit der Online-Variante synchronisiert werden.
Das Projekt steht noch am Anfang – und doch wird damit deutlich, wie innovativ die Ruby-on-Rails-Community derzeit ist. Slingshot ist ein weiteres Argument für elegantes Coding mit Ruby-on-Rails.
Auch Adobe versucht sich übrigens damit, die Web-Online und Desktop-Offline-Welt mit ihrem Projekt Apollo zu verknüpfen. Allerdings nicht mit Ruby-on-Rails, sondern der mit der Flash-Programmierumgebung Flex.

Quellen & Bild: joyent.com, joyent-com/developers/slingshot, labs.adobe.com/technologies/apollo/

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