Kevin Spacey zeichnete die Comedy-Turbo-Dating-Episode “English as a Second Language” mit dem großen Preis der MOFILM-Jury aus. Produziert wurde der knapp 3 Minuten lange Kurzfilm von Frank Chindamo, Regisseur ist Jocelyn Stamat.
Den britischen Scharmeur Rupert spielt Greg Ellis, Alexa Havins spielt die Amerikanerin Sarah und Claudia Mason die Französin Genevieve.
Glückwunsch – ein verdienter Gewinn wie ich finde.
Bleibt die spannende Frage: wie werden die Kurzfilme denn jetzt vermarktet? Mir würde ja spontan der Shortfilm-Bereich eines Früchteunternehmens in Cupertino einfallen: Die bieten Kurzfilme für 1,99$ an. Die sollen recht erfolgreich mit der Vermarktung von Musik, Mobilfunkapplikationen und neuerdings auch TV-Serien und Filmen sein
Das würde dem GSMA Mobile World Congress als einen der Partner hinter dem MoFilm-Festival sicher nicht besonders gut schmecken: Schließlich läßt das Früchteunternehmen auch im zweiten Jahr des iPhone-Booms die weltgrößte Mobilfunkkonferenz- und Messe einfach links liegen und trotzdem spricht jeder über die iGefahr.
Nach der Berlinale in Berlin geht es in Barcelona auf dem GSMA Mobile World Congress mit Hollywood-Prominenz weiter: Am Donnerstag, den 19. Februar 2009, werden dort die Gewinner des MoFilm – Mobile Short Film Festivals gekürt. Nachdem Robert Redford letztes Jahr auf dem GSMA Mobile World Congress gesprochen hatte, beehrt dieses Jahr der zweifache Oskar-Preisträger Kevin Spacey die Metropole Barcelona.
Im Internet kann man sich schon jetzt die Wettbewerbsbeiträge als registrierte Nutzer ansehen. Einen Blick wert sind in meinen Augen besonders die Turbo-Date-Episoden
Wir können auf alle Fälle gespannt sein, wer am Donnerstag auf der Bühne den Preis von Kevin Spacey in Empfang nimmt.
Schönen Valentinstag!
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Das iPhone ist seit mehr als eineinhalb Jahren auf dem Markt – und es unterstützt immer noch kein Flash. Shantanu Narayen, CEO von Adobe, hat am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos bei einem Bloomberg-Interview etwas aus dem Nähkästchen zum Thema “Flash für das iPhone” geplaudert – kurz zusammengefasst: “It’s a hard technical challenge”.
Was ist da los? Warum ist das so schwierig und zeitaufwändig für Adobe & Apple Flash auf das iPhone und den iPod touch zu bringen? Ist das wirklich nur ein technisches Problem?
Genauer betrachtet, finden sich eine ganze Reihe von Gründen, warum die Migration von Flash auf das iPhone ganz und gar kein Zuckerschlecken ist:
Herausforderung: Vollständige Migration und Optimierung
Adobe ist recht clever, wenn sie von 800 Millionen ausgelieferten “Flash enabled devices” sprechen … das bedeutet nämlich nicht, dass sich mit diesen 800 Millionen “Flash enabled” Mobiltelefonen Webseiten mit eingebundenen Flash-Inhalten anzeigen lassen. Diese 800 Millionen Endgeräte sind mit einem speziellen Flash-Player ausgestattet, der ausschließlich speziell entwickelte Flash-Light-Applikationen abspielen kann. Adobe’s Flash Light ist also kein Web-Browser-Plugin wie wir es vom Mac oder dem PC kennen – es ist eine mobile Applikations-Umgebung. Apple ist höchstwahrscheinlich nicht daran interessiert, Flash Light auf das iPhone zu bringen. Vielmehr hat Apple Interesse, den Nutzern eine komplette Unterstützung von Flash im iPhone Safari Web-Browser zu bieten. Das bedeutet, dass eine komplette Übertragung des OS X Flash-Players zum iPhone OS nötig ist – und besonders eine umfassende Optimierung: Flash unter OS X (und auch unter Windows) verbraucht zu viele Ressourcen – und das ist das Letzte, was man mit seinem iPhone erleben möchte: Langsames Surfen auf Webseiten mit integrierten Flash-Inhalten die schnell die Batterie leer saugen. Das Adobe-Flash-Light-Team hat die letzten Jahre damit verbracht, Flash Light an die spezifischen Mobil-Telefon-Plattformen anzupassen und zu optimieren. Eine komplette Migration von Flash auf das iPhone ist da noch um einiges mehr Arbeit!
Herausforderung: Einfügen und Verbinden der Flash-Inhalte mit der iPhone OS Umgebung
Bisher gibt es eine klare Unterscheidung zwischen Web- und Video-Inhalten: Integriert man ein Quicktime-Video in eine Webseite bekommt der iPhone-Nutzer eine “Video-starten”-Schaltflächeauf der Werbseite angezeigt. Klick der Benutzer auf diese Schaltfläche, so öffnet sich das Video in einem separaten MoviePlayerView. Doch wie soll sich ein Flash-Container innerhalb einer Webseite verhalten? Was wünschen sich die Benutzer? Wird es möglich sein, Flash-Views in native iPhone-Appliktionen zu integrieren? Viele Fragen … und eine Menge Arbeit bei den Usability- und Nutzungsseite.
Herausforderung: Konkurrierende Applikationsumgebungen Flash Light und das iPhone OS SDK
Für Flash-Light hat Adobe ein klares und stringentes Geschäftsmodell: Endgerätehersteller oder Mobilfunknetzbetreiber müssen für jede einzelne Installation auf einem Mobiltelefon bezahlen. Und diese Unternehmen bezahlen Adobe, damit sie Zugang zu der kreativen Flash-(Light)-Entwickler-Community und den dazugehörenden Applikationen hat. Wird Apple Adobe dafür bezahlen, die Flash-Unterstützung auf das iPhone zu bringen? Ich persönlich denke nicht!
Apple hat keinerlei Probleme kreative Entwickler für ihr natives iPhone OS SDK zu begeistern und an sich zu binden. Daher machen Flash-Light-Applikationen das iPhone auch nicht attraktiver – möglicherweise ist es sogar kontraproduktiv. Im Bereich der kompletten Flash-Unterstützung hat es Apple geschafft Unternehmen wie Google / Youtube zu überzeugen, dass sie das Video-Angebot nach und nach speziell für Mobiltelefone verfügbar machen – und zwar ohne Flash. Alles in allem hat es Apple geschafft dieses extrem erfolgreiche native Applikations-Ökosystem zu schaffen – mit einer starken und kreativen Entwickler-Community auf der einen Seite und dem hochintegrierten Verkaufskanal iTunes iPhone AppStore auf der anderen.
Das alles macht nochmals deutlich, wieso Shantanu Narayen im Interview betont hatte, ” “(…) the ball right now is in our court (…)”: Adobe ist am Zug – sie müssen Flash für das iPhone voranbringen. Es ist existentiell für das Geschäft von Adobe auf dem iPhone Präsenz zu zeigen … und Apple würde von einer gut integrierten Flash-Unterstützung natürlich auch profitieren … aber Apple verliert nichts, wenn der iPhone-Support niemals kommt.